Finanzierung

Die Kosten für eine ärztlich verordnete ergotherapeutische Behandlung werden von der obligatorischen Kranken- und Unfallversicherung übernommen.

Die Tarife für ergotherapeutische Leistungen sind in den folgenden Verträgen definiert:
  • Bei Krankheit im Vertrag zwischen dem Ergotherapeutenverband der Schweiz (EVS) und dem Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) einerseits, sowie dem Konkordat der Schweizerischen Krankenkassen (KSK) andererseits, datiert vom 22.10.1992: Vertragsergänzung Tarifanpassung (Tarifreduktion) datiert vom 1.1.2005.

  • Bei Unfall und Invalidität im Vertrag zwischen dem Roten Kreuz (SRK) und dem Ergotherapeutenverband der Schweiz (EVS) einerseits, sowie den Versicherern gemäss Bundesgesetz über die Unfallversicherung, vertreten durch die Medizinaltarif-Kommission UVG (MTK), der Invalidenversicherung (IV), vertreten durch das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV), sowie dem Bundesamt für Militärversicherung (BAMV) andererseits, datiert vom 15.7.1993.
Der Tarifpunktwert für Ergotherapie beträgt:
  • Bei der Krankenkasse Fr. 1.10 (seit 1.1.2005, kein Teuerungsindex)
  • Bei Unfall und Invalidität Fr. 1.10 (seit 15.7.1993; kein Teuerungsindex)
Position
Leistung
Tarifpunkte
Kosten
¼ Std. Ergotherapie

7601
Ergotherapeutische Massnahmen in Anwesenheit des Klienten
24
Fr. 26.40
7602
Klientenbezogene ergotherapeutische Leistung ohne Anwesenheit des Klienten (Planung, Vor- und Nachbereitung, Herstellen und Anpassen von Schienen und Hilfsmitteln, Berichte)
18
Fr. 19.80
7603
Passive ergotherapeutische Behandlungen in Anwesenheit der Klienten (Paraffinbad, TENS usw.)
11
Fr. 12.10
7604
Wegzeit bei Behandlungen ausserhalb der Praxis
9
Fr. 9.90

7611 bis 7634 Gruppentarife (Kosten analog 7601/7602 verteilt auf Anzahl der Gruppenteilnehmer)

Materialentschädigung: Für Hilfsmittel und Schienen, welche durch die Therapeutin abgegeben werden, übernehmen die Versicherer ohne vorherige Kostengutsprache Kosten bis zu einem Höchstbetrag von Fr. 250.00. (Betrag nicht mehr angepasst seit 1992)

Ergotherapeuten stellen gemäss den Tarifverträgen, ihre Rechnungen direkt dem Kostenträger (Krankenkasse, Versicherung) für die erbrachten Leistungen. Die Versicherung ihrerseits fordert 10% des Rechnungsbetrages (analoger Prozentsatz zu ärztlichen und physiotherapeutischen Leistungen) beim Klienten zurück.